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Im Mai 1898 begannen Angestellte der Bank of British North America
Bankgeschäfte in einen Zelt abzuhalten.
Einen Monat später eröffnete die Bank of Commerce.


Nur wenige hielten es im Norden länger als 2 -3 Monate aus.
Viele verließen in den Jahren 1898 und 1899 den Norden mit kleinen
Dampfern ehe das Eis der See und der Flüsse die Reise nicht mehr möglich
machte.

Nach ein bis zwei Sommern kehrten viele Digger für immer der Region um
Klondike undYukon den Rücken.
Es blieb bis heute eine harte Gruppe von etwa 2000 bis 2200 Einwohnern.

             

 

          

Die Herausforderung am White Paß interessiert den bekanntesten
Eisenbahningenieur Kanadas Mike Heney.
Im Februar 1898 kommt er zu dem Schluß, daß nur eine Bahnstrecke über
den White Paß das Yukon Territorium sicher mit der Außenwelt verbinden
kann. Seine Bemühungen stoßen bei Geldgebern nach Ansicht des Terrains
auf Skepsis. Doch er schafft es und am 28. April 1898 beginnt der Bau der
Eisenbahnstrecke.

Von Meereshöhe in Skagway, steigt die Strecke auf den Witepaß auf 2,885
Fuß an. Diese 20 Meilen zum Withe Paß Gipfel ist eine der steilsten Bahnen
auf der Welt. Die Gesamte Strecke ist 110 Meilen lang, 20 Meilen sind in
Alaska, 32 Meilen in British Columbia und 58 Meilen in Yukon Territorium.
Unter unsäglichen Mühen, in Schneestürmen und bei Temperaturen bis
minus 50 Grad gelingt es Heneys Arbeitern bereits im Februar des folgenden
Jahres, den Gipfel zu erreichen.

                    

Bahnstrecke

                 

Etwa 35.000 Arbeiter haben an der Strecke gebaut. Die Kosten betrugen etwa
10 Millionen Dollar.
Nach der Fertigstellung der Strecke am 29. Julie 1900, war der große Bum
am Klondik zu Ende.
Heute ist die abenteuerliche Fahrt mit der Schmalspurbahn über den White
Paß eine der großen Touristenattraktionen Nordamerikas.
Die größten Gefahren auf dieser Strecke sind die Steinschläge, Felsrutsche
und die heftigen Regenfälle, manchmal auch die Sturzbäche, die Felsen und
Teile vom Berg auf die Gleise reißen.

            

  

Bis zum Höhepunkt des Goldabbaus um 1900, hatte man 35.000 Kg Gold
geschürft.
Die Gewinner waren meist andere, Bordell-, Saloonbesitzer und Händler.


Nachdem der erste Goldrausch verflogen war, begann eine andere Art der
Suche nach Gold. Die Zeit der Ingenieure.
Sie realisieren ihre Pläne mit Hilfe der Industrie-Imperien der Guggenheims
und der Pierpont-Morgans.
Riesige Schwimmbagger und hydraulische Maschinen werden an den Yukon
gebracht.
In Eisenbahnkesseln wurde Dampf erzeugt und der gefrorene Boden damit
aufgetaut.

              

     Schwimmbacker

            

Die Veränderungen der Umwelt sind gigantisch.
Weite Landstriche haben ihr natürliches Aussehen verloren.
Am Klondike hört man kaum mehr das rhythmische Schaben von Flusssand in
der Waschpfanne, statt dessen wühlten sich Bagger durch die alten Abraumberge
der Schwimmbagger, die noch immer Gold enthalten.
Auf allen Claims des Goldfeldes wird heute noch erfolgreich nach Gold gesucht.
Die Familienclans/Besitzer gehören alle einer Freimaurerloge an.
Man arbeitet in der warmen Jahreszeit bis spät und erholt sich dann im Winter in
Florida oder auf Hawaii.


                               

bei Dowson

bei Dawson

                            

Alaska und der Norden Kanadas
sind heute noch schwach besiedelt.
Es gibt große Nationalparks.
Es ist ein Gebiet für Abenteuer,
Digger, Fischfang, Jagt, Trekking,
Kanusport mit viel Natur,
Einsamkeit und Weite, daß voll
touristisch erschlossen ist. In der
warmen Jahreszeit kommen auf
jeden Einwohner von Dowson
4 Touristen.
In dieser Zeit ist die
Höchsttemperatur bei 18 - 20 C°.
Der Winter ist die längste
Jahreszeit und bringt eiskalte
Schneestürme, Temperaturen bis
minus 50 - 60 C°.

Dawson heute

  

            

            

                     

Quelle: Udo Tschimmel , Marcel v. Matthey, Murray Lundberg, ...

                   

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