Seite 4

                

                         

              

              Smiths Bande

Smiths Bande

                      

Im Jahr 1897 bis 1898 treibt Soapy Smith mit bis zu 200 Bandenmitgliedern
in Skatway sein Unwesen.
Sein Spitzname Soapy ist zum Synonym für Leichtgläubigkeit und Betrug
in dieser Zeit und Gegend geworden.
Er und seine Gang betrügen vor allen neu angekommene Goldsucher.
Sie nehmen den gerade angekommenen Geld für Telegramme in die Heimat
ab. Es gibt aber in Skatway gar keinen Telegraph. Er gibt sich aus als
Handelsvertreter, Frachtunternehmer, usw. Er gründet sogar eine Lotterie.
Durch die hohe Kriminalität wird ein Bürgerausschuß gegründet.

Es kommt zur offenen Auseinandersetzung mit Smith. In einen Duell auf dem
Pier, stirbt Soapy Smith getroffen vom Hoch- und Tiefbauingenieur Reid. Reid
wird auch getroffen und stirbt 12 Tage später.

In Dowson waren Handfeuerwaffen verboten.
Sam Steele war eine der markantesten Persönlichkeiten während des Goldrausches.
Er war Kommandant der Mounties in Dawson und die Stadt galt als Modell für Recht
und Ordnung.
Man war damals sicher in Dawson, denn es war Steel's Territorium, sein Bereich.
Sam Steele verstand sich sehr gut mit den Goldgräbern und wurde von diesen
entsprechend geachtet.
Im Jahr 1898 unterhielt die North West Mounted Police, kurz Mounties
genannt, eine ca. 200 Mann starke Truppe am Yukon.
Die kanadische Regierung hatte den Yukon als eigenes Territorium
ausgewiesen.

Es gab im Sommer 1898 keine Abwasserendsorgung und auch keine
geregelte Abfallbeseitigung. Die 2 kleinen Krankenhäuser der Stadt waren mit
Typhuskranken überfüllt. Es wurde ein Gesundheitsauschuß gegründet, der
auch die Reinhaltung des Trinkwassers überwachte.
Es wurden Regeln für die Müllbeseitigung erlassen.
Bis dahin wurde der Müll teilweise zwischen die Hütten geworfen, oder auf den
zugefrorenen Yukon geschafft. Mit dem Frühling und den Eisgang schwamm
er dann den Fluß hinunter und verteilte sich am Grund und an den Ufern des
Yukon.

                              

                 

              

In den ersten 10 Jahren nach den großen Goldfund am Klondike wurden
mehr als 50 Zeitungen in Dowson gegründet. Viele brachten nur wenige
Ausgaben während ihres kurzen Bestehens heraus.
Die Bergleute/Goldsucher waren nachrichtenhungrig. Lokale Ereignisse
waren interessant aber wichtiger waren Nachrichten aus Seattle,
San Fransisco und der Welt.
Es war schwierig schwere Druckerpressen und ausreichend Papier nach
Dowson zu schaffen.
Zeitungen die oft auch im Winter über lange Wege mit den Hundeschlitten
nach Dawson transportiert wurden, gingen durch viele Hände und wurden
immer wieder gelesen.

          

am Yukon

am Yukon

Dawson

Dawson

               

Am 3. April 1898 ereignete sich ein schweres Unglück in einen Lager am
Chilkoot - Paß. Bei einer sehr großen Lawine aus nassen Schnee kamen über
60 Frauen und Männer ums Leben.
Es wurde intensiv nach Überlebenden und Ausrüstung gesucht. Viele der
Toten wurden geborgen.
Ein Hund wurde nach 8 Tagen lebend aus den Schnee geborgen. Alle
möglichen Hunde wurden in dieser Zeit zu Schlittenhunden gemacht. Ein
guter und kräftiger Schlittenhund war soviel in Gold Wert wie sein Gewicht.

  

                       

Dowson 1898

Dawson 1898

                                         

Dampfer auf den Yukon

Schnell war im Klondikgebiet kein
lohnender Clain mehr zu finden.
Viele der Digger, die im Sommer 1898
mit kleinen Dampfbooten in Dawson
ankamen hatten kein Glück mehr. Sie
konnten sich nur als Lohnarbeiter für
5 bis 10 $ am Tag verdingen oder
weiterziehen.
Es gingen auch viele nach Alaska und
fanden an den Flüssen Koyukuk und am
Manook Bach Gold.

                          

Digger in Nome

Im Jahre 1899 veranlassen neue Goldfunde
an der Küste des Arktischen Ozeans im
Nome, ca. 1000 bis 2000 Digger, die bis
dahin glücklos geblieben sind, das Gebiet
um Klondik und Yukon zu verlassen.

Sie zogen im Winter über die vereisten
Flüsse nach Norden, später mit kleinen
Dampfbooten über den Fluß und die Küste
entlang bis nach Nome.
Am Strand wurde Gold gefunden.

In der Blütezeit hatte die Stadt Nome etwa 5.000 Einwohner.
Unter der großen Zahl von Geschäften gab es mindestens 20 Saloons,
16 Rechtsanwälte, 11 Ärzte, 12 allgemeine Händler, 4 Imobilienbüros,
4 Apotheken, 3 Uhrmacher, 5 Wäschereien, 4 Badehäuser, 2 Krankenhäuser.
Unter den Einwohnern wurden lediglich 36 Kinder gezählt. Ganze 10 % der
Bevölkerung waren Frauen.
In Skagway wurden in dieser Zeit etwa 16% Kinder und 23% Frauen gezählt.

Am 08.09.1903 wird in Nome der größte Goldklumpen in Alaska mit einen
Gewicht von 182 oz. gefunden.

               

                                      

Gegensätze prallten auf einander. Es gab Goldsucher in Lumpen und welche,
die es zu Reichtum gebracht hatten.

Nur sehr wenige sind reich geworden.

Spielhallen, Saloons und Bordelle gab es in Dawson reichlich. Bei den
Glücksrittern und Dirnen war Mangel an Gold und Whisky unbekannt.
Manche Dirnen trugen Kleider für 1500 $. Ein Mountie verdiente 1.25 $ an

einen Tag.
In den Spielhallen der Stadt wurden mehr Vermögen gewonnen und wieder
verloren als auf den Goldfeldern.
Manche Einwohner speisten schon zum Frühstück Champagner, Austern
und Kaviar, während viele dreimal täglich Bohnen aßen, oder auch hungrig
blieben.
Mittellose starben an Typhus, Skorbut und Ruhr. Ein Arztbesuch kostete 200
Dollar und nur wenige konnten sich diesen Luxus leisten.

Einer war "Big Alex" McDonald aus Nova Scotia. Er fand Gold im Wert von
5000 $ am Tag. Er kaufte dann so viele Claims von seinen Geld, daß er den
Überblick verlor und einige unbearbeitet liegen lies, weil er nicht mehr wußte,
daß es seine Claims waren.
Er galt als König vom Klondik.
Er kaufte dann auch immer mehr wertlose Claims und war zum Schluß völlig
verarmt.

Nur ein Jahr nach den großen Ausbau der Stadt kam es zum ersten großen
Brand. Es waren unter minus 58 C°. In einen Saloon warf ein Tanz -Mädchen
eine brennende Petroleumlampe nach einen Nebenbuhler. Zwei Saloons und
das Opernhaus branden ab.
Ein Jahr später im April bei minus 45 C° brach ein Feuer im Bodega - Hotel
aus und verbreitete sich schnell über das Hafen- und Geschäftsviertel.
Vier große Brände zwischen 1897 und 1900 zerstörten Teile der Stadt, bis
geeignete Brandschutzmaßnahmen durchgesetzt wurden.

                                                        

Quelle: Udo Tschimmel , Marcel v. Matthey, Murray Lundberg, ...

                        

Seite 1 2 3 4 5

zurück