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Lager 13 Km vor dem Paß

13 Km vom Chilkot Paß

Blockhütte

                


Etwa 3.000 Pferde sterben am White Paß, Ochsen, Ziegen und Hunde werden
erst gar nicht gezählt. Niemand zählt die Verluste unter den Goldgräbern.
Doch von den ca. 4.000, die den Paß zu überqueren versuchten, lassen schon
Hunderte ihr Leben im Eis des Küstengebirges.

                   

Der Massenansturm von Abendeurern
brachte das Leben der Eingeborenen
durcheinander.
Zerstörung von Wäldern hinter den beiden
Pässen, Dezimierung und verschrecken von
Wild. Indianer boten sich zu unterschiedlichen
Preisen, 5 bis 15 $ für 100 Pfund und Tag,
als Träger an.

                       

   

Chilkot - Paß

                         

Viele Goldsucher geben auf und verkaufen ihre Ausrüstung an andere,
wurden Händler oder kehren nach Seattle zurück.

Die meisten überqueren die Pässe im Nachwinter Februar bis März.

                   

Jack London, seit seinem 15. Lebensjahr
auf Achse im ungezügelten Westen der
USA, Gelegenheits-Arbeiter, Robbenfänger
und Austernpirat, Landstreicher. Er hat das
Elend der Straße kennen gelernt.
Das Goldfieber wird aus ihm einen der
bekanntesten und meist gelesenen
Schriftsteller machen. In vielen seiner ca.
1000 Artikel und etwa 50 Büchern beschreibt
er das Leben in diesen Gebiet.

   

Am 30. August 1897, macht er sich von San Fransisco aus auf den Weg zum
Klondike, noch vor dem frühen Einbruch des Winters, hat Jack London
zusammen mit 4 Kameraden den Chilkoot überwunden.
Am Ufer des Lindeman Sees zimmert die Gruppe ein Boot zusammen und fährt
unbehelligt den Yukon River hinunter bis in die Nähe von Dawson.
Im September bauen sie eine Blockhütte.
Er lies an der linken Bachgabel des Henderson Creek einen Clain unter seinen
Namen registrieren.
Das Gebiet um Klondik und Yukon verläßt er als armer Mann.
Sie ahnen nicht, daß zur selben Zeit tausende Goldgräber an dem nun
tiefverschneiten Chilkoot Paß scheitern. Wer es aber schafft, den Chilkoot
lebend zu überwinden, der muß den Rest des tiefverschneiten Winters in
rohen Zeltstädten aushalten, an den Ufern der langgestreckten Seen Bennett
und Lindeman.
Die Abenteurer holzen die Wälder ab, bauen Boote, Zillen, Flöße und warten
auf den Frühling.

Nur die zähesten Digger überlebten den Winter.


                  

                  

Am 5. Juni bricht das Eis, und eine ganze Armada eilt in einer gnadenlosen
Jagt , segelt, paddelt, treibt den Lewes Fluß dann den Yukon hinunter bis zur
Mündung in den Klondike nach der neu entstandenen Goldgräberstadt
Dawson City.
Dieser Weg barg noch einmal viele Gefahren, in 2 Stromschnellen
kenterten einige Gefährte.

                       

Bootsbau

Bootsbau

             

Nach einer wilden und gefährlichen Flußfahrt stürmen die 20.000 bis 30.000
Digger den kleinen Ort und verändern ihn bis zur Unkenntlichkeit.
In wenigen Wochen haben sie 5 Kirchen errichtet, eine Bierbrauerei,
2 Sägemühlen, 2 Krankenhäuser, usw.

Nur wenige hatten noch das Glück einen lohnenden Claim zu finden.

Im Jahre 1896 war der Ort, an dem die Stadt entstehen sollte nicht mehr als
ein indianisches Fischercamp. Schon 2 Jahre nach ihrer Gründung war
Dawson City mit 30.000 bis 40.000 Einwohnern die größte Stadt in Norden.

Wie schon die ersten Digger am Klondik, so hatte man auch jetzt im Sommer
mit Mücken und Schlamm zu kämpfen.
Im Winter wurde mit Feuern der tief gefrorene Boden aufgetaut und dann
ohne zu wissen ob und wieviel Gold enthalten war, schichtweise abgetragen
und zu Hügeln aufgeschüttet, um aus diesen Hügeln in der warmen
Jahreszeit (8 bis 10 Wochen) mit Rinnen und Pfannen das Gold
auszuwaschen.
Mit dieser Methode konnte nur der größere Teil der Goldbestandteile
abgetrennt werden.

                          

            

Quelle: Udo Tschimmel , Marcel v. Matthey, Murray Lundberg, ...

            

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