Pendelschwinger

     

Ein Pendel besteht aus der Pendelaufhängung, der Pendelstange und dem
Pendelkörper.

Es gibt mehrere Arten der Pendelaufhängung. Siehe Beispiele in der Abbildung.

von links nach rechts:

Aufhängung mit Drahtösen, Seidenfadenaufhängung, Pendelfederaufhängung

   

Die Pendelstange ist meistens aus Holz oder Metall. Sie soll möglichst wenig
Luftwiederstand beim Schwingen haben, darum wird sie sehr schmal gehalten.
Sie hat meistens einen linsenförmigen Querschnitt.
Am unteren Ende der Pendelstange befindet sich die Pendelmutter auf einer
Gewindestange. Mit Hilfe dieser Mutter kann man die Uhr regulieren.
Man nimmt eine Längenänderung vor. Wird das Pendel kürzer, so geht die Uhr
schneller, wird das Pendel länger, so geht die Uhr langsamer.

Es gibt noch andere Möglichkeiten bei Hausuhren oder Prezisionspendeluhren um
diese zu regulieren zB: mit einen Huygensschen Läufer oder durch Auflegen oder
Abnehmen von kleinen Gewichten auf einem Auflageteller, der sich im oberen Teil
der Pendelstange befindet.

Der Pendelkörper hat meistens die Gestalt einer Linse eines einfachen oder
doppelten Zylinders.

Durch Änderungen der Temperatur und des Luftdruckes treten Änderungen in der
Ganggenauigkeit der Uhr auf. Um diese Abweichungen sehr klein zu halten, wurden
verschiedene Kompensationspendel konstruiert. zB: Rostpendel,
Quecksilberkompensationspendel, Invarkompenastionspendel (Riflerpendel),
Gegenschwungpendel usw.

Eine andere Form des Pendels ist das Drehpendel. Eine an einer Feder aufgehängte
und sich drehende Masse, Einsatz bei Jahresuhren.

Galilei beschäftigte sich mit dem Isochronismus kleiner Pendelschwingungen.
Er war der Entdecker der meisten Pendelgesetze im Jahr 1583.

    

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die mech. Uhr

     

   © Andreas Gerhardt www.der-uhrmachermeister.de